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Wie entsteht eine Streunerkolonie?

 "Minki darf ein bisschen raus in den frühlingshaften Garten, sie ist ja noch so jung, sie soll sich ein wenig austoben, die  geht eh nicht weit weg!"-- und eines Tages war Minki verschwunden!

 So oder ähnlich lautet der Beginn einer verwilderten Hauskatzenpopulation!

 Die kleine Minki, ihrerseits noch recht zart und lang noch nicht ausgewachsen, dennoch bereits ab dem fünften Lebensmonat geschlechtsreif, hat wohl auf einem ihrer Streifzüge den alten Streunerkater Tiger getroffen und ist mit ihm umhergestreunt.

 Selbst noch ein Kind, bei ihrer ersten Rolligkeit, wurde Minki trächtig, total überfordert hat sie sich in ein altes Gartenhaus zurückgezogen und dort ganz allein 5 Junge auf die Welt gebracht. Leider haben 2 davon die kalten Nächte nicht überlebt und selbst für die überlebenden hat Minki kaum genug Milch. In der Nachbarschaft stöbert sie nach Fressbarem, eine gute Jägerin zu werden muss sie erst noch lernen. Von einigen Leuten wird sie vertrieben, sie ist mittlerweile dünn und ausgemergelt, ihr glänzendes Fell ist zerzaust und überall jucken sie die Flöhe, die Leute wollen nicht, dass Minki Krankheiten oder Parasiten einschleppt. Mit der Zeit lernt Minki misstrauisch zu werden, Menschen wollen sie nicht in der Nähe haben...manche stellen zwar Futter auf die Terasse, dennoch traut sich Minki kaum, ihren Nachwuchs aus dem Versteck zu holen, damit sie sich mal sattfressen können.

 Kaum sind Minkis Kinder 2-3 Wochen alt, gerade mal so, dass sie beginnen die Umgebung zu erkunden, steht Minkis nächste Rolligkeit an und Tiger steht auf der Matte. Doch diesmal ist er nicht allein, auch der  junge Kater Blacky, der nun 8 Monate alt ist, hat, obwohl er am anderen Ende der Ortschaft wohnt, mitbekommen, dass Minki wieder rollig ist. Ein erbitterter Kampf im Minki beginnt: Geschrei und Gepfauche, Haarbüschel fliegen. Der kampferprobte Tiger kommt mit einem zerkratzten Ohr davon, der junge Blacky sucht panisch hinkend und kopflos das Weite- hoffentlich findet er wieder heim, damit seine Verletzungen versorgt und er kastriert werden kann.  Ansonsten wird er es bei Minkis nächster Rolligkeit wieder mit Tiger aufnehmen, denn dann ist auch Blacky stärker und erwachsener geworden.

 Diese Szenarien kann man endlos weiterspinnen, das ist die Geschichte einer Streunerpopulation!

 Eine Überschlagsrechnung: 1 unkastrierte Kätzin kann ab ca. einem halben Jahr trächtig werden, hat ca. 2 Würfe pro Jahr, pro Wurf überleben im Schnitt 3 Kitten, nach einem halben Jahr sind auch diese wieder geschlechtsreif.

Wenn man diese Pyramide weiterspinnt, dann entsteht aus dem Zusammentreffen von Minki und Tiger in 2 Jahren eine Population von ca. 66Katzen. Diese wandern teilweise natürlich ab, vorallem Kater haben riesige Reviere (3qkm), mit jeder Generation werden sie wilder und ursprünglicher, die stärksten Kater, decken die meisten Kätzinnen, ganz egal ob es sich dabei um ihre Töchter, Schwestern oder Mütter handelt.

Krankheiten, Inzucht, Streitereien mit Hauskatzen, halbverhungerter Katzennachwuchs auf der Terrasse, weil die Mutter überfahren wurde,  .... all dies sind Folgeerscheinungen!

 Damit es gar nicht erst so weit kommt, muss sich jeder Katzenbesitzer bewusst sein, dass das seit 2005 gültige Kastrationsgesetz, nicht Schikane sondern sinnvolle Verfügung ist. Nicht weil es Gesetz ist, soll kastriert werden, sondern weil es Leid erspart!!!!

Jeder Tierbesitzer muss Verantwortung für seine eigenen Tiere übernehmen, dann würde es nie so weit kommen, dass man Fangaktionen und Kastrationsprojekte starten muss, um der Katzenschwemme Herr zu werden!