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Lassen wir unsere Streuner nicht im Stich!

Unser Bauchi, Kicki und Klecksi, uvm...sind allesamt Katzen, die es vermutlich ohne unserer Arbeit nicht mehr gäbe.

Man darf das nicht falsch verstehen, wir sehen uns nicht als allmächtige Retter, doch wie hätte ein herzkranker Bauchi mit 300g allein draußen überleben sollen? 

Auch Kicki und Klecksi waren ursprünglich zu dritt, sie wurden als neugeborene Kitten in der Nähe der Futterstelle gefunden. Nachts hatte es nur wenige Grade über Null, keine Mutterkatze weit und breit, die sich um die Kleinen kümmern hätte können, keiner weiß was ihr passiert ist. Die Kleinen kamen also als Flaschen Babys auf die Pflegestelle mit dem Wissen, dass ihr Überleben fraglich ist. Leider hat es die Schwester der beiden nicht geschafft und verstarb nach wenigen Tagen an einer Lungenentzündung.

Allein in einer Woche konnten 3 erwachsene vollkommen geschwächte Streuner gefangen werden.Diagnose: schlechte Zähne, Kiefervereiterung. Hätte man sie ihrem Schicksal überlassen, wären sie verhungert bzw. an der Infektion verstorben.

Diesen Tieren jedoch wurden in Narkose die entzündeten Zähne entfernt, sie bekamen Infusionen, Schmerzmittel, Antibiotika, durften sich ein paar Tage auf der Pflegestelle von den Strapazen erholen und wurden dann wieder freigelassen. Frei nach dem Motto: Lieber weniger Zähne im Maul, als ständige Schmerzen und Verhungern vor der vollen Futterschüssel.Sie werden seitdem wieder regelmäßig auf der Futterstelle gesichtet und legen wieder die "gewohnten" Verhaltensweisen an den Tag. Hoffentlich haben sie jetzt noch eine schöne Zeit draußen, schließlich handelt es sich dabei nicht um alte Tiere, sondern um 2-5jährige Katzen, die sich eigentlich in der Blüte ihrer Jahre befinden sollten!  

Nur mit Kastrationen der scheuen Tiere ist es leider oftmals nicht getan. Im Laufe der Zeit lernt man "seine" Streunerkatzen kennen, weiß wer sich eigenartig verhält, wer plötzlich weniger scheu ist, den Kopf beim Fressen schief hält, hinkt, kahle Stellen im Fell hat etc. 

Gibt es klare Anzeichen dafür, dass ein Tier krank/ verletzt ist, fängt die Arbeit erst richtig an.

Das Tier muss eingefangen und dem Tierarzt vorstellt werden. Die Scheu vor Menschen ist jedoch nicht selten so groß, dass auch schwerkranke Tiere noch ihre letzten Reserven aufbringen um zu flüchten, oft um dann irgendwo zurückgezogen in einem Versteck, nach ein paar Tagen des Vegetierens für immer einzuschlafen. 

Genau das wollen wir verhindern! Ist ein Tier wirklich so schwach und krank, dass es keine Rettung gibt, soll es zumindest nicht unnötig lange leiden.

Die Möglichkeiten einer medizinischen Versorgung einer Streunerkatze sind doch recht eingeschränkt.  Gibt man dem verschmusten Stubentiger täglich eine Tablette ins Futter um ihn zu kurieren, muss beim Streuner ein Depotmedikament gespritzt werden. Lässt man die Hauskatze ein paar Tage zur Beobachtung im Haus, stellt das für eine wildlebende scheue Katze eine extreme Stresssituation dar, die die Genesung behindert. 

So müssen täglich schwerwiegende Entscheidungen gefällt und Kompromisse gefunden werden. All dies sind Arbeiten, die wir nicht breittreten wollen, sie passieren hinter den Kulissen. Wenn kleine Kitten nach Wochen der Pflege und des Bangens, nach dutzenden Milchflascherln und wochenlangem Schlafmangel der Pflegemama dann endlich über den Berg sind, präsentieren wir voller Stolz Fotos von plüschigen frechen gesunden Katzenbabys

Doch bitte  denkt immer daran, welches Leid und welche Sorgen sich hinter den süßen Fotos verstecken. Für jedes Fellknäul welches gerettet werden kann, gibt es unzählige die im Verborgenen ein erbarmungswürdiges Dasein fristen müssen. 

Anders als man es in beispielsweise bekannten Urlaubsländern kennt, leben unsere Streuner nicht bettelnd auf der Straße. Sie verschanzen sich in alten Häusern, Scheunen auf Dachböden in Gartenhäusern und leben möglichst unsichtbar.

Das macht auch die Aufklärung so schwierig, denn bei Vielen gilt das Motto:

"Was ich nicht seh, existiert auch nicht!" 

Wenn man sich dann mit Anwohnern vor Ort unterhält und bei Spaziergängen Augen und Ohren offen hält, dann erst bemerkt man, dass es gleich in der Nähe/ der Nachbarschaft Katzen gibt, die kein zuhause besitzen.