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Einzelhaltung bei Wohnungskatzen  

 

Die früher weit verbreitete Ansicht, KATZEN seien Einzelgänger,  ist längst überholt. Sie rührt vermutlich daher, dass man Katzen auf ihren Jagdausflügen meist allein angetroffen hat. Also sind KATZEN EinzelJÄGER, abseits dieser Jagdausflüge sind sie jedoch sehr soziale und gesellige Tiere, die sich alleine in einer Wohnung gehalten, nicht wohl fühlen.

Wenn man frei lebende Katzenpopulationen beobachtet, sei es auf Urlaub oder am benachbarten Bauernhof,  wird man KATZEN in Gruppen antreffen. Zu solchen Gruppen rotten sie sich nicht nur wegen Aussicht auf Futter zusammen, sondern weil sie einander brauchen. Innerhalb dieser Gruppe herrscht eine gewisse Rangordnung, Mitglieder pflegen einander, teilweise "adoptieren sie schwächere Mitglieder oder Waisen".   

KATZEN brauchen einen Artgenossen, mit dem sie spielen, toben und ab und zu mal raufen,  den sie putzen und "waschen", mit dem sie kuscheln,  Köpfchen reiben, und aneinander geschmiegt schlafen können. Sie schauen sich viele Verhaltensweisen von einander ab und geben sich Sicherheit indem aneinander geschmiegt geschlafen und gemeinsam Neues entdecken.

Eine Wohnungskatze in Einzelhaltung hat in der Regel nicht genügend Beschäftigung, ist nicht ausgelastet, einsam und es wird ihr oft langweilig.  Verhaltensstörungen sind die Folge: Resignation, Angst,  Frustration, Protestverhalten,  Unsauberkeit, Zerstörungswut oder Aggression bis hin zu psychosomatischen Erkrankungen (psychogene Leckdermatitis, Fresssucht - Diabetes, Blasensteine aufgrund von Übergewicht und Bewegungsmangel etc.)

Man braucht sich diesbezüglich eigentlich nur eine einzige Frage stellen: 

WAS MACHT MEINE KATZE DEN GANZEN TAG ALLEIN IN DER WOHNUNG WENN ICH NICHT ZUHAUSE BIN UND HABE ICH WIRKLICH TAGEIN TAGAUS LUST UND ZEIT MICH NACH EINEM ANSTRENGENDEN ARBEITSTAG NOCH STUNDENLANG AUSSCHLIESSLICH DER BESCHÄFTIGUNG MEINER KATZE ZU WIDMEN UM IHREN ANSPRÜCHEN GERECHT ZU WERDEN?

Zwei KATZEN in reiner Wohnungshaltung vertreiben sich die Zeit miteinander, sie toben sich aus, sind ausgeglichen, glücklich und zufrieden. Der Besitzer muss also kein schlechtes Gewissen haben, wenn die KATZEN tagsüber alleine sind oder er auf Urlaub fährt und die Tiere "nur" gefüttert werden.

Oft haben neue Besitzer Bedenken, dass ihr Stubentiger durch einen Artgenossen nicht so zutraulich gegenüber Menschen wird und in gewisser Weise unabhängiger bleibt. Diese Bedenken können wir zerstreuen. In der Regel ist es von Vorteil wenn KATZEN (vor allem Jungtiere) auf  katzenart miteinander toben können (mit Zähnen und Krallen balgen und sich gegenseitig auflauern)  da sie mit ihren Menschen dann wesentlich zärtlicher und ausgeglichener umgehen und sich nicht immer zurückhalten müssen um niemandem weh zu tun. "Unarten" wie Zehenbeißen, dem Besitzer auflauern und Hosenbeine oder Socken-fangen sind oft Ersatzhandlung von Jagd- und Spielverhalten. Können sich die Tiere miteinander beschäftigen, wenn der Besitzer nicht zuhause ist, können sie ihre Energien im Spiel miteinander loswerden und  freuen sich trotzdem wenn abends ihr Besitzer sie mit Streicheleinheiten und anderen Spielideen verwöhnt.

Wenn Du Dir überlegst eine KATZE anzuschaffen, bitte denke an das Wohl Deines Stubentigers und schenke ihm einen Gefährten. Vor allem Katzenkinder, weg von ihrer Mutter und ihren Geschwistern, leiden extrem unter dem Alleinsein. Daher unser Appell an neue Katzeneltern - bitte nehmt Katzenkinder nur zu zweit. Es gibt auch nichts Schöneres als Kitten miteinander spielen, toben, schlafen, kuscheln und aufwachsen zu sehen. 

Wenn es wirklich nur EINE Wohnungskatze sein soll - bitte kein Katzenbaby. Es gibt KATZEN, die von sich aus oder durch ihre Lebensgeschichte unverträglich mit Artgenossen sind und lieber die uneingeschränkten Herrscher ihres Reiches sein wollen.  

Katzen mit Freigang haben außerhalb der Wohnung soziale Kontakte zu Artgenossen. Sie können durch ihr Revier streifen, jagen, spielen, klettern und ein aufregendes  Katzenleben führen. Sie leiden nicht unter Einzelhaltung. 

  

 Gründe gegen Einzelhaltung

  • Der Mensch, kann mit einer Katze nicht so spielen, wie sie das mit Artgenossen  kann
  • Sie können Ihre Katze nicht „lecken und putzen“
  • Nicht mit ihr auf „kätzisch“ kommunizieren
  • Keine Rangordnungsspiele mit ihr ausfechten
  • Nicht ums Fressen „kämpfen“
  • Ihr nicht die „kätzische“ Nähe und Geborgenheit vermitteln, wie dies      ein Artgenosse kann
  • … und und und…


Mögliche Folgen der Einzelhaltung 

  • Grenzenlose Langeweile
  • Spätere Unverträglichkeit gegenüber Artgenossen
  • "Aggression", bzw. Verhalten, welches vom Menschen als      solches wahrgenommen wird.
  • Verhaltensstörungen, z.B. Unsauberkeit und Zerstörungswut
  • verminderte Frustrationstoleranz
  • starke negative Reaktionen bei Veränderungen
  • stark aufdringliches Verhalten dem Menschen gegenüber
  • Sie wird entweder ein, auf Dauer, auffälliges Verhalten zeigen …
  • …ODER sich in ihr Schicksal als Einzelkatze fügen und ein trauriges      Dasein fristen, an dem weder SIE noch ihre Katze Freude haben werden.
  • Viele Katzen, werden deshalb - kurz nach der Anschaffung - wieder      abgegeben


Was spricht für Einzelhaltung?

Bis auf die TA-Kosten, gar nichts. DIESE dürfen aber kein Kriterium darstellen, denn auch eine Einzelkatze kann immense Kosten verursachen - und eine unglückliche Katze wird mit Sicherheit früher, oder später, krank. ZWEI, bewegen sich bis ins hohe Alter, was Verstopfungen und Übergewicht vorbeugt und generell der Gesundheit zuträglich ist.

Gegenseitige Körperpflege, Katzenzärtlichkeit untereinander, gemeinsame Spiele, die gern auch mal zur Rauferei ausarten dürfen, fördern die Gesunderhaltung der Wohnungskatze.



Vorteile paarweiser Haltung

  • Sie können ihre Tiere - ohne schlechtes Gewissen - tagsüber allein      lassen.
  • Die Tiere sind ausgelastet/ausgeglichen und führen ein glückliches      zufriedenes Dasein.
  • Zwei Katzen machen nicht mehr Arbeit, aber doppelt so viel Spaß!
  • Wo Raum für eine Katze ist, ist auch Platz für zwei („Katzengerechte      Wohnungsgestaltung“.)
  • Zwei Katzen kosten (bis auf besagten Tierarzt) kaum mehr, als eine (im      Gegenteil, da beim Fressen weniger „gemäkelt“ wird.)


Fakt ist:
Es gibt KEINEN Grund für Einzelhaltung einer „normalen“ Katze - aber VIELE Gründe dagegen.