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Freigang für Katzen - Ja oder Nein?     

Zum Thema Freigänger Katzen gibt es jede Menge pro und kontra Ansichten.

Natürlich ist es schön, wenn man seine KATZE beobachtet wie sie im Garten die Sonne genießt, Schmetterlingen auflauert und jeden Grashalm spannend findet. Auch Sozialkontakte zu Nachbarskatzen können so gepflegt werden (auch wenn man als Katze nicht alle Nachbarstiere mögen muss, so ist das Leben :-)

Es hängt jedoch sehr von der Wohnsituation und seiner persönlichen Einstellung ab, ob man seine KATZE(N) lieber wohlbehalten in der Wohnung weiß oder ihnen das Abenteuer Freilauf gewähren möchte.

Am Land ist es fast üblich, dass Katzen "raus dürfen" und entweder durch eine Katzenklappe oder "menschliche Portiere" rein und raus gelassen werden.

Möchte man seine Katzen ins Freie lassen, sind folgende Überlegungen anzustellen:

-Wo wohne ich, gibt es dicht befahrene Straßen oder andere Gefahrenquellen in der Nähe?

 -Bin ich mir dessen bewusst, dass es auch in der ruhigsten Gegend manchmal passiert, dass ein Auto nicht mehr rechtzeitig bremsen kann, die Katze irrtümlich wo eingeschlossen wird oder weitere Ausflüge macht und manchmal nicht so bpünktlich wieder heimkommt, wie wir Besitzer es gerne hätten oder gewohnt sind?   

-Ist es für mich akzeptabel, dass es auch mal zu Raufereien mit Mardern oder Nachbarskatzen oder anderen Verletzungen kommen kann, die Katze vielleicht auch mal ein Mauserl oder Vogerl als "Geschenk" bringt?

 -Ist meine Katze gesund, kastriert und geimpft und hat sie sich im Haus/in der Wohnung bereits so weit eingelebt, dass sie auch bei Freigang weiß, wo ihr zuhause ist?  

Ein Katzenleben mit Freigang ist aufregend,  Katzen können ihren Instinkten nachgehen und kommen oft hungrig, müde und kuschelbedürftig von ihren Ausflügen heim. Regelmäßige Wurmkuren und Impfungen sind für Freigänger Katzen noch wichtiger als für reine "Stubentiger", da es durch Kontakte zu anderen Tieren und Artgenossen auch mal zu Ansteckungen kommen kann.

Es ist sicherlich auch von Vorteil, seine KATZE chippen und registrieren zu lassen. Durch dieses winzige Implantat unter der Haut, können Tierärzte oder Tierheime feststellen, wo die KATZE ihr Zuause hat und den Besitzer über deren Fund, Rettung etc. informieren. Mittlerweile gibt es sogar Katzenklappen, die mit solch einem Chip funktionieren, damit man nicht alle Nachbarskatzen im Haus/der Wohnung hat, weil das Futter hier am Besten schmeckt :-)

Halsbänder für Freigänger sind zum Glück nicht mehr so weit verbreitet wie früher. Sie stellen eine Gefahrenquelle dar, da Katzen auf Bäumen, im Unterholz oder bei Zäunen hängen bleiben können und es zu Strangulationen führen kann. Im besten Fall streift die Katze das Halsband ab und kommt ohne heim. Wenn sie als Kennzeichnung ihrer Katze gerne trotzdem ein Halsband anlegen möchten, sollte es eines mit Schnellverschluss bzw. Sollbruchstelle sein, damit sich das Tier zur Not davon befreien kann. Halsbänder gibt es mit Adressanhänger, eingestickten Telefonnummern oder Glöckchen. Letztere sollen Katzen vom Vögel- und Mäusejagen abhalten. Allerdings kann man sich vorstellen, dass ein ständiges "Gebimmel" in den feinen Ohren einer Katze extrem stört.

Wohnt man im engen Stadtgebiet oder in der Nähe einer dicht befahrenen Straße, könnte ein gesichterter Freigang als geschützte Alternative in Betracht gezogen werden. Um einen Garten oder einen Balkon/eine Terasse Katzensicher zu gestalten, werden verschiedene Netze oder Zäune im Handel angeboten. Unter Berücksichtigung der Kletterkünste und der beachtlichen Sprungkraft sollte die Umzäunung reiß- und bissfest, ca. 1,8m hoch und am besten Oben nach innen gebogen sein, um tatsächlich als ausbruchssicher zu gelten. 

Aus eigener Erfahrung können wir folgendes sagen:

-Die Nacht ist für Freigänger gefährlicher als der Tag,  Autos fahren schneller, Katzen werden schlechter wahrgenommen, Marder sind nachtaktiv...

- Bitte keine unkastrierten Katzen frei laufen lassen. Das ist nicht nur uns ein Anliegen, sondern auch gesetzlich vorgeschrieben (Kastrationspflicht für Freigänger seit 2005) und für die Katzen sicherer. Unkastrierte Kater bleiben oft tage oder wochenlang fern, wenn irgendwo eine rollige Kätzin zu finden ist. Ihr Revier ist 10x weitläufiger und sie neigen zu wilden Kämpfen um dieses zu verteidigen. Kätzinnen suchen aktiv nach unkastrierten Katern wenn sie rollig sind und ehe man sichs versieht ist man statt 1 oder 2facher Katzenbesitzer um 3 bis 8 Kitten "reicher". Dies ist nicht im Sinne des Tierschutzes!

-Man kann Katzen an"fixe Ausgehzeiten" gewöhnen, oder sie auf Rufe oder ein bestimmmtes Geräusch trainieren damit sie heimkommen (sofern sie sich nicht zu weit entfernen)(dann am besten gleich mit Futter belohnen)

Freigang JA oder NEIN kann man also nicht pauschal beantworten.

Sicher ist, dass auch reine Wohnungskatzen mit genügend Ansprache, Beschäftigung und einem Spielgefährten ein tolles Katzenleben genießen können!!!