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Chip für Katzen: 

Viele Tierbesitzer kennen die Chippflicht für Hunde, die seit dem Jahr 2010 gesetzlich festgelegt ist.

Dieser Chip dient nicht nur als Identitätsnachweis, sondern ist auch verpflichtend, um mit dem Tier über die Grenze fahren zu dürfen. Der Chip hat die, in früheren Jahren weit verbreiteten Ohrtätowierungen, erfolgreich abgelöst, da diese nach einigen Jahren verblassen und unlesbar werden.

 Einmal unter die Haut implantiert, besitzt jeder dieser reiskorngroßen Microchips eine einzigartige 12stellige Identitätsnummer, welche nach Implantation auf den Tierbesitzer registriert werden muss, damit die Nummer nicht in Leere führt. Dies kann entweder beim Tierarzt oder selbstständig im Internet erfolgen. Das Einsetzen des Chips ist nicht schmerzhaft und erfolgt einfach mittels einer Nadel an der linken Halsseite (es sind weder Narkose noch schmerzlindernde Vorkehrungen vonnöten)

 Dadurch kann bei Auffinden eines verirrten Tieres der Besitzer ermittelt und verständigt werden.

 Leider ist das Chippen von Katzen noch nicht so weit verbreitet. Tiere aus dem Ausland dürfen zwar nur mit Chip einreisen. Handelt es sich um ein österreichisches Tier, besteht keinerlei Verpflichtung es zu kennzeichnen. Wir raten trotzdem allen Katzenbesitzern, ihre Tiere Chippen zu lassen:

 Microchips  für Stubentiger haben viele Vorteile:

- reine Wohnungskatzen, die aus Versehen aus einer offenen Haustüre huschen oder aus dem Fenster springen, sind oftmals sehr verunsichert in der unbekannten „weiten“ Welt und verstecken sich häufig oder suchen in der näheren Umgebung Menschenanschluss, welchen sie ja gewohnt sind.

- Freigänger Katzen, die nicht wie üblich von ihren Streifzügen heimkommen, können oftmals kilometerweit als blinder Passagier mit dem Auto mitreisen und werden dann verschreckt im Kofferraum aufgefunden oder springen bei der erstbesten Gelegenheit aus der geöffneten Türe, in eine völlig unbekannte Umgebung. Wandern bei ihren Ausflügen zu weit in fremde Reviere und laufen, durch irgendwas aufgeschreckt, kopflos zu weit weg und finden nicht mehr allein nachhause.

- Auch bei dem unschönen Fall, dass eine Katze verletzt oder gar tot gefunden wird, kann durch einen Microchip die Identität eruiert und die Halter verständigt werden (natürlich wünscht sich keiner so einen Anruf zu erhalten, dennoch ist es besser man weiß Bescheid, als man bangt wochen- und monatelang um den Verbleib seines Tieres)

-Immer häufiger sieht man jetzt auch schon Katzenklappen, die die Chipnummern der eigenen Stubentiger erkennen und diesen Eintritt gewähren, jedoch fremden „Besuchskatzen“ den  Besuch ins Haus und das leeren der Futterschüsseln nicht gestatten.

-Die Kennzeichnung mittels Halsband, wo Kontaktdaten des Halters vermerkt sind, stellt ein potentielles Risiko fürs  Tier dar. Bei Streifzügen durchs Unterholz, unterm Zaun durch etc. können die Tiere hängen bleiben und sich ernsthaft verletzen oder gar strangulieren. Ist das Halsband zu locker, passiert es häufig, dass die Tiere mit einer Vorderpfote durchsteigen und das Halsband diagonal vom Hals bis unter die Achsel verläuft. Das Tier wird dadurch nicht nur massiv in der Bewegung eingeschränkt, sondern kann sich auch ernsthafte Verletzungen (Scheuerstellen/Hauteinrisse/Quetschwunden/Muskelzerrungen und Nervenschäden) zuziehen.  Im Handel werden vielfach Halsbänder mit Sollbruchstellen/Panikverschlüssen angeboten, um solche Probleme zu vermeiden, oftmals mit dem Effekt, dass die Katze regelmäßig ohne ihrem kennzeichnenden Halsband nachhause kommt, weil sie dieses irgendwo abgestreift hat.

Unsere schönen Erlebnisse mit gechippten Katzen:

- Ich bekomme eines schönen Vormittags einen Anruf (als ich gerade selbst in der Arbeit war), ob ich meinen Kater Chilli vermissen würde. Vermisst hatte ich ihn zu diesem Zeitpunkt noch nicht, weil ich ihn erst 1Stunde zuvor in der Garten gelassen hatte. Der Anrufer war die Uniklinik, da mein Kater es sich schlauerweise im Radlauf eines in der Nähe parkenden Autos gemütlich gemacht hatte und beim Anfahren rausgepurzelt ist. Der Fahrer hat sich sehr erschreckt und dachte, er hätte Chilli verletzt, da er einen abgeknickten Schwanz hatte und furchtbar gemauzt hatte. So wurde er auf die Uniklinik gebracht, wo man seinen Chip ermittelte. Ich konnte dann beruhigen, der Knickschwanz ist ein Geburtsfehler und mauzen kann er herzerweichend wenn er Aufmerksamkeit will.

Als ich Chilli dann abgeholt hatte ließ ich mir die Daten des Finders geben um mich bei ihm für seine Fürsorge zu bedanken. Er erzählte mir, dass er, wenn sich kein Besitzer gefunden hätte, ihn mit ins Waldviertel genommen, ihn Oskar getauft und ihn bei seiner Familie wohnen hätte lassen.

Also ohne seinen Chip wäre mein Chilli, jetzt ein Waldviertler Bauernhofkater namens Oskar!!! (Wäre auch ein ganz nettes Leben gewesen, aber ich und seine Schwester hätten ihn doch sehr vermisst)

 

- Eine andere nette Geschichte ist die von Kater Carlo, der 4Monate lang verschwunden war. Die Besitzer hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben, als eines Tages eine Dame aus Oberösterreich anrief und erzählte, dass sie seit einigen Wochen einen Kater fütterte, der plötzlich in ihrem Garten aufgetaucht war  und um Futter bettelte. Als er Vertrauen gefasst hatte und sich angreifen ließ, brachte ihn die Dame zum Tierarzt um ihn untersuchen zu lassen, weil er sehr dünn und zerzaust gewirkt hatte. Der hatte den Chip mittels Lesegerät ablesen und so wurden seine Besitzer (die in Nö zuhause waren) kontaktiert. Durch längeres Nachforschen und Spionieren kamen Besitzer und Finderin darauf, wie er diese weite Strecke zurücklegen konnte. Er ist beim Bauernladen um die Ecke als blinder Passagier  ins Lieferauto eingestiegen, hat sich dort versteckt und ist in OÖ, als der Bauer zwischendurch mal heimfuhr um neue Ware einzuladen wieder ausgestiegen.

Auch hier: Carlo wäre für seine Besitzer immer noch verschollen und keiner wüsste was ihm widerfahren ist. Nachdem die Finderin so verliebt in Carlo war und er sich dort sehr wohl gefühlt hatte, haben die Besitzer es der Dame überlassen, ob sie den Kater behalten möchte oder ob sie ihn wieder abholen und heimbringen  sollen. 

Er führt jetzt ein schönes Leben in OÖ und die Besitzer wissen dass es ihm dort gut geht und dass er glücklich ist und fahren ihn regelmäßig besuchen!

 

- Eine alte ausgehungerte Kätzin  wurde im Herbst bei der Pflegestelle abgegeben, weil sie total verwirrt an einer Schnellstraße entlanglief. Nach medizinischer Erstversorgung wurde ein Chip gefunden und die Besitzer kontaktiert. Die Besitzerin (eine alte Dame) war schon ganz krank vor Sorge, weil ihre alte Katze sonst maximal eine Runde durch den Garten gedrehte. Sie war diesmal aber schon ein paar Tage verschwunden und trotz häufiger nächtlicher Suche nicht auffindbar. Sie hatte schon Angst, dass ihr Tier  (wie Katzen es oft machen) sich zum sterben nach draußen zurückgezogen hatte. Dabei hatte sich die Kätzin verirrt und war nach ihrem unfreiwilligen Ausflug nach wenigen Tagen wieder bei ihrer Besitzerin, wo sie dann ein Jahr später friedlich in den Armen der Besitzerin aufgrund von Alterschwäche für immer eingeschlafen ist.