Joy- zum Sterben ausgesetzt 

Unfassbare Tierquälerei widerfuhr diesem schwarzen Katzenmädel im Bezirk Korneubrug. Gestern wurde sie von einem aufmerksamen Tierfreund gefunden, ausgesetzt bei Minustemperaturen am Fahrbahnrand in einem viel zu kleinen Transportkäig, der eigentlich für Nager gedacht wäre. Darin saß, völlig verschreckt und halb erfroren eine zarte dünne Katze. Der Tierfreund nahm sie vorerst mit nach Hause um die Kleine aufzuwärmen und zu versorgen. In diesem Käfig befanden sich zudem noch eine Krankenunterlage- völlig zerrissen und zerfetzt, durch die verzweifelten Befreiungsversuche der armen Mieze- und ein Zettel wo "Odin" draufstand. 


Nachdem das arme Geschöpf wegen des Hundes nicht beim Finder bleiben konnte, kam die zutrauliche schwarze Katze- wir haben sie JOY getauft, denn Odin scheint uns für eine weibliche Katze nicht passend, in unsere Obhut. Joy, ist ziemlich mager, hat keinerlei Unterwolle oder Winterfell, saubere Ohren und weiche Pfötchen- all diese Indizien sprechen dafür, dass sie zuvor Wohnungskatze war. Ihr Alter lässt sich aufgrund ihres abgemagerten Körperbaus schlecht bestimmen, anhand der Zähne wird sie auf ca 2 bis 5 Jahre geschätzt, ihr Kastrationsstatus ist unbekannt, ebenso ist kein Microchip vorhanden. JOY neuer Name, neues Leben. Wäre dieser Tierfreund nicht zufällig vorbeigekommen wäre das Haustier elend erfroren, ohne Chance zu entkommen. 


Wie herzlos kann man sein, ein Tier einfach so seinem Schicksal zu überlassen. Ein Tier nicht behalten zu können, ist das Eine. Sie zum Sterben auszusetzen das Andere. Es gibt Tierheim, Tierschutzvereine und jede Menge tierliebe Menschen was geht in dem Kopf des "Besitzers" vor, sein Haustier einfach elendiglich krepieren zu lassen- das wäre passiert, wäre sie nicht gefunden worden. Aus den Augen aus dem Sinn - eine absolut feige und ethisch nicht vertretbare Aktion einer Kreatur, die die Bezeichnung Mensch nicht verdient.


Joy ist inzwischen kastriert und hat auch schon brav zugenommen. Sie ist so unheimlich lieb und sanft und so froh im Warmen zu sein. 

Sehr bald wird Joy in ein Zuhause ziehen, wo sie behütet und geliebt wird. Und sie wird die Stunden in dem kleinen Käfig am Fahrbahnrand vergessen und mit ihren Freuden herumtollen und das Leben genießen. 

Joy hat sich das mehr als nur verdient!